Stawitz, Holger, Rumann, Stefan, Fleischer, Jens & Wirth, Joachim

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2008

In der PISA 2003-Studie wurden die Kompetenzbereiche Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften (NW) und fächerübergreifendes Problemlösen (PL) untersucht. Zwischen den Domänen NW und PL besteht zwar eine hohe messfehlerbereinigte Korrelation von r = .80, die deutschen Lernenden zeigen bei diesen beiden Kompetenzbereichen jedoch eine entscheidende Auffälligkeit: Sie schneiden im internationalen Vergleich signifikant besser beim PL (513) als in den NW (502) ab. Diese Diskrepanz ist besonders im unteren Leistungsniveau ausgeprägt. Ziel des Beitrags ist es, PL- bzw. NW-spezifische Aufgabenmerkmale zu identifizieren und in eine bestimmte Richtung abzuändern. Daraus sollen sich Schlussfolgerungen auf die Fähigkeiten bzw. Schwierigkeiten der Lernenden mit definierten Aufgabenprofilen (Merkmalsbündel) ziehen lassen. Die charakteristischen Merkmale der PISA NW- und PL-Aufgaben sollen daher analysiert und zur Erklärung der Diskrepanz bei den deutschen Lernenden im Bezug auf PL und NW bei PISA 2003 hinzugezogen werden.

 

Referenz:
Stawitz, H., Rumann, S., Fleischer, J. & Wirth, J. (2009). Vergleich von Aufgabenmerkmalen in PISA 2003. In: D. Höttecke (Hrsg.), Chemie- und Physikdidaktik für die Lehramtsausbildung (S. 386-388). Münster: LIT-Verlag.