Kasper, Lutz

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2008

Metaphorische wie auch analogische Konzeptualisierungen werden hier als kognitiver Prozess verstanden. Die Unterscheidung von Metaphern und Analogien erfolgt anhand einer Analyse "übertragener" Strukturen bzw. Attribute. Gemeinsames Merkmal von Metaphern und Analogien ist das Vorhandensein von Relationen zwischen Quell- und Zielbereichen, die hier als Bedeutungsfeld-Relationen bezeichnet werden. Mithilfe einer Analyse von Fach- bzw. Unterrichtssprache kann ein Geflecht solcher Relationen für den Bereich der Physik gefunden werden. Dieses Beziehungsnetz kann dem Verständnis und der Unterstützung von Lernprozessen sowie der Aufdeckung lernhemmender Faktoren im Zusammenhang mit Physikunterricht dienen. Auch hinsichtlich existierender "Meta-Konzeptualisierungen" - im Sinne von Nature of Science - kann eine Analyse fachsprachlicher Texte nach dem Schema der Bedeutungsfelder erfolgen. So lassen sich für den Zielbereich "Wissenschaft" sehr unterschiedliche Ursprungsbereiche identifizieren, die jeweils über das zugrunde liegende Verständnis von Natur und Wissenschaft Auskunft geben.

 

Referenz:
Kasper, L. (2009). Bedeutungsfelder konzeptueller Metaphern in physikalischer Fach- und Unterrichtssprache. In: D. Höttecke (Hrsg.), Chemie- und Physikdidaktik für die Lehramtsausbildung (S. 241-243). Münster: LIT-Verlag.