Kulgemeyer, Christoph & Schecker, Horst

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2008

Im Kompetenzmodell der Bildungsstandards ist der Bereich “Kommunikation” für alle Naturwissenschaften gesetzt worden. Auch im daran anschließenden Bremen-Oldenburger Kompetenzmodell hat der Prozess “Kommunizieren” eine große Bedeutung. Bislang ist es jedoch nicht befriedigend gelungen, das Konstrukt “naturwissenschaftliche Kommunikationskompetenz” auf eine fundierte theoretische Basis zu stellen. In diesem Vortrag stellen wir eine Möglichkeit vor, wie die Verbindung zwischen Kommunikationsmodellen aus Kommunikationswissenschaft und Psychologie mit fachdidaktischen Kompetenzmodellen gelingen kann. Auf Basis eines konstruktivistischen Kommunikationsmodells zeigen wir, dass die Relevanz des Kompetenzbereichs “Kommunikation” für die Physik nicht nur durch ihre spezifischen Themen gegeben ist (“Kommunizieren über Physik”), sondern dass die Annahme einer spezifisch physikalischen Art zu kommunizieren gut begründet werden kann. Darüber hinaus geben wir Einblicke in ein Forschungsprojekt, das die Untersuchung der Struktur physikalischer Kommunikationskompetenz in den Fokus setzt.

 

Referenz:
Kulgemeyer, C. & Schecker, H. (2009). Modellierung physikalischer Kommunikationskompetenz. In: D. Höttecke (Hrsg.), Chemie- und Physikdidaktik für die Lehramtsausbildung (S. 140-142). Münster: LIT-Verlag.