Resolution der GDCP zum Qualifikationsprofil des wissenschaftlichen Nachwuchses

Beschluss des Vorstandes vom 15. November 1991

Die GDCP hält eine Weiterentwicklung der Fachdidaktiken Chemie und Physik zu eigenständigen Disziplinen aus Gründen der Professionalisierung und Qualitätssteigerung in Forschung und Lehre für dringend erforderlich. Diesem Ziel dienen Promotionen und Habilitationen in Fachdidaktik, aber auch die Begutachtung fachdidaktischer Forschungs- und Qualifikationsvorhaben durch Fachdidaktiker, also nicht vorwiegend durch Erziehungs- oder Fachwissenschaftler.  
Hierbei muss eine etwa gleichgewichtige Berücksichtigung fachdidaktischer Ansätze mit fachinhaltlicher und/oder erziehungswissenschaftlicher Orientierung gewährleistet sein. Bei Berufungen auf entsprechende Professorenstellen für Fachdidaktik sollten Vertreter beider Richtungen gleichrangig berücksichtigt werden.  
Aus diesen Gründen schlägt die GDCP den für Berufungen verantwortlichen Hochschullehrern in Berufungsausschüssen und Gutachtergremien vor, folgende Kriterien in der aufgeführten Prioritätenliste zu berücksichtigen:

  1. Habilitation oder habilitationsadäquate Leistungen in der Didaktik des Faches.
  2. Qualität und Anzahl der fachdidaktischen Publikationen.
  3. Eigenverantwortlich durchgeführte Lehrveranstaltungen in der Didaktik des Faches und im Fach.
  4. Promotion in der Didaktik des Faches oder im Fach.
  5. Schulpraxis durch eigene Unterrichtstätigkeit durch Referendariat und 2. Staatsexamen oder aufgrund der   Durchführung schulpraktischer Lehrveranstaltungen.
  6. Erste Lehramtsprüfung oder Diplom im Fach.
  7. Weitere persönliche Qualifikationsmerkmale wie z. B. wissenschaftliche Auszeichnungen im Bereich der Fachdidaktik und Forschungsaufenthalte im Ausland.

Resolution zum Qualifikationsprofil von 1991