Peschel, Markus & Struzyna, Sarah

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2009

Experimente werden i.d.R. von den Schülerinnen und Schülern weder selbstständig geplant noch können eigene Fragestellungen bearbeitet werden. Ferner finden Reflexionen in der Praxis i.d.R. weder fachlich noch methodisch statt. Eine große Motivation entfaltet der naturwiss. Unterricht hingegen vor allem dann, wenn viel experimentiert wird (Prenzel, Artelt, Baumert et al. 2007, S. 27). Bislang ist in den Schulen aber eher ein rezeptartiges Abarbeiten von Arbeitsanweisungen oder eine reduzierte Form von Lehrer-/Schülerexperimenten zu beobachten, was zu Fehlvorstellungen über naturwiss. Erkenntniswege und Methoden führt. Eine Veränderung hin zu einem handlungsaktiv erschlossenen prozeduralen Wissen lässt sich besonders durch eine Öffnung der Lernumgebung und durch gemeinsame Planung und Reflexion von Vorgehensweisen und Erkenntnissen umsetzen. Vorgestellt wird eine solche Lernumgebung für die Grundschule, die auf verschiedenen Öffnungsebenen verschiedene Zielgruppen (SchülerInnen, Lehrende und Studierende) anspricht und diese zu einem selbstständigen Experimentieren führen möchte.

 

Referenz:
Peschel, M. & Struzyna, S. (2010). Konzeption eines Grundschullabors für Offenes Experimentieren (GOFEX) - Der Raum als Element der Öffnung. In: D. Höttecke (Hrsg.), Entwicklung naturwissenschaftlichen Denkens zwischen Phänomen und Systematik (S. 458-460). Münster: LIT-Verlag.